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Das Wadi Al-Hitan oder auch das Tal der Wale genannt, befindet sich ebenfalls im Norden Ägyptens und gilt als UNESCO-Weltkulturerbe. Es liegt rund 90 km südwestlich der Hauptstadt Kairo und ist Teil des Naturschutzgebiets von Wadi El Rayan. Für Fahrzeuge ist dieses Areal gesperrt, da es dort zahlreiche fossile Funde ausgestorbener Walarten gibt.
Das Wadi Al-Hitan ist für Forscher und an Paläontologie interessierte Besucher bemerkenswert. Auf dem Weg durch das Tal stößt man immer wieder auf versteinerte Muscheln und Korallen. Am beeindruckendsten sind jedoch die Überreste der prähistorischen Walarten wie den Archaeoceti. Diese Fossilien veranschaulichen die Evolution des Wals. Ursprünglich lebten diese Tiere an Land und begaben sich erst später ins Wasser, wo sie schließlich zum Meeressäuger mutierten. Als Bindeglied gilt der Basilosaurus, von dem man im Wadi Al-Hitan auch ganze Skelette findet. Teilweise sind diese Funde noch in ihrer ursprünglichen Lage zu sehen. Diese Tiere lebten hier vor rund 40 Millionen Jahren im warmen Tehysmeer. Der Basilosaurus ähnelte in seiner Gestalt eher einer Schlange als einem herkömmlichen Wal. Der Saurier zählte in seiner Zeit zu den größten Säugetieren und erreichte eine Länge von 18 Metern. Neben den Walskeletten stößt man auch auf andere Fossilien wie etwa Überresten von prähistorischen Krokodilen oder Fischen. Ferner kann man Haifischzähne oder Knochen ausgestorbener Katzenwelse entdecken und auch Stacheln ehemaliger Seeigel sind zu finden. Außerdem gibt es dort einen versteinerten Mangrovenwald. Man taucht in eine prähistorische Welt ein und kann einen Teil der Evolution hautnah miterleben.
Fossile Spuren im Wadi Al-Hitan
Walfossilien am Sandpfad
Das Wadi Al-Hitan ist eine der beeindruckendsten und gleichzeitig mystischen Landschaften der Welt. Sowohl die Zahl der Fossilien als auch deren Qualität sind beachtenswert. Als Tourist sollte man sich aber sehr vorsichtig in diesem Tal bewegen, um keine Fossilien zu beschädigen. Am besten bewegt man sich entlang der markierten Wanderwege. Die Landschaft ist von Wüste dominiert. Durch die Winderosion sind jedoch imposante Gesteinsgebilde entstanden. Diese bestehen aus Kalkstein. Für Fotografen bietet dieses Tal jedoch die besten Motive. Vor allem Landschaftsfotografen kommen hier auf ihre Rechnung. Die abgelegene Wüstenregion wird durch bizarre Felsformationen unterbrochen. Sie erinnern an Pilze oder Torbögen, und manchmal mag man mit etwas Fantasie auch ein Gesicht erkennen. Diese Felsformationen scheinen aus dem Wüstenboden zu wachsen. Da es sich um ein Trockengebiet handelt, ist die Erosion durch Wasser nicht vorhanden, sodass die Fossilien relativ gut erhalten blieben. Zwischen den Felsen breiten sich eindrucksvolle Dünenlandschaften aus. Das Tal grenzt im Westen an die Oase Fayoum. Inmitten des Naturschutzgebietes hat man ein Museum errichtet. Es bezeichnet sich als Wadi el Hitan Fossilien- und Klimawandel-Museum. Das Gebäude ist architektonisch so gestaltet, dass es sich perfekt in die umliegende Wüstenlandschaft einfügt.
Auch das Tal der Wale kann man am besten in den kühleren Wintermonaten ergründen.
Wal-Skulptur im Tal der Wale
Walfossil im Klimawandel-Museum