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Als Schwarze Wüste wird eine Region in der westlichen Sahara in der Nähe der Städte Farafra und Bahariyya bezeichnet. Das feine schwarze Vulkangestein auf den Bergen taucht diese Wüste in eine Landschaft, die beinahe wie von einem anderen Planeten wirkt.
Die namensgebende Farbe der Schwarzen Wüste ist auf Vulkanausbrüche zurückzuführen, die mehr als 100 Millionen Jahre in der Vergangenheit stattgefunden haben. Die glühend heiße Lava verwandelt sich nach dem Abkühlen in schwarzes Vulkangestein, welches bis heute die Landschaft in diesem Teil der Sahara prägt. Im Laufe der Zeit hat sich das Gestein in feine schwarze Gesteinskörner verwandelt, die vergleichbar mit einer Staubschicht auf den Felsformationen sowie Teilen des orange-gelben Wüstensandes ruhen.
Einblicke in die Entstehungsgeschichte bieten heute unter anderem Basaltsäulen, bei denen das Vulkangestein eigene Formationen gebildet hat. Diese Gesteinsformationen bilden teilweise bizarre Gestalten, die deutlich aus dem regulären Erscheinungsbild der Schwarzen Wüste hervorstechen. Zu den weiteren Zeitzeugen der Entstehungsgeschichte gehören Dinosaurierskelette und Fossilien. Speziell die versteinerten Pflanzen gewähren einen Einblick in eine Zeit, in der die Region weit entfernt davon war, eine Wüste zu bilden.
Ein typischer Anblick in dieser Region sind die sogenannten Zeugenberge. Gemeint sind damit Berge und Gebirgszüge, die den Schichtstufenlandschaften angehören. Diese Landschaften formten sich durch die Verbindung mehrerer Schichten, wie in diesem Fall den Gesteinsschichten der Wüste in Kombination mit dem aus der abgekühlten Lava entstehenden Basaltgestein.
Während in weiten Teilen der Schwarzen Wüste, das Vulkangestein wie eine dünne Schicht auf den Bergen wirkt, ist an anderen Zeugenbergen deutlich zu erkennen, dass es sich um zwei verschiedene Gesteinsschichten handelt. Diese Berge befinden sich in näherer Entfernung zum Ort des Ausbruchs, sodass die austretende Lava sich direkt auf den Spitzen verteilen konnte und nicht erst durch den Wind zu späteren Zeiten dort verteilt wurde.
Es gibt mehrere Aussichtspunkte, die optimal dafür geeignet sind, die Schönheit der Schwarzen Wüste als Panorama zu betrachten. Die erste Wahl fällt auf den Englischen Berg. Dieser Name stammt aus dem 1. Weltkrieg, als britische Truppen diesen Berg aufgrund der Höhenlage als Aussichtspunkt und zur Planung ihrer Strategie nutzten. Heute gehört dieser Berg zu den sogenannten „Panoramabergen“, die in erster Linie Menschen anziehen, die sich für die Schönheit der Natur und weniger für Geschichte interessieren.
Ein zweiter dieser Berge trägt den Namen Al-Marsous Mountain. Dieser Berg ist einer der höchsten Punkte innerhalb der Schwarzen Wüste. Der ehemalige vulkanische Krater ist aktuell besonders in Vollmondnächten einer der besten Plätze, um die Magie dieses Ortes mit eigenen Augen zu erleben. Vergleichbar schön sind auch die späten Abendstunden, in denen die untergehende Sonne den Unterschied zwischen den schwarzen und helleren Gesteinsschichten noch deutlicher hervorhebt.
Während die Pflanzenwelt, wie in einer Wüste nicht anders zu erwarten, eher karg ausfällt, ist in Bezug auf die Tierwelt durchaus mit einigen überraschenden Begegnungen zu rechnen. In dieser Region anzutreffen sind unter anderem der Fennek. Dieser Wüstenfuchs besitzt eine schützende Behaarung an allen vier Pfoten, die verhindert, dass sich die Tiere auf dem heißen Wüstenboden Verletzungen zuziehen. Zu den weiteren tierischen Bewohnern der Wüste gehören Dünengazellen, Schlangen und Falken.