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  • Ancient Hieroglyphs

    Der große (Haupt-) Tempel Ramses II von Abu Simbel

    Im südlichsten Bereich Ägyptens, etwa 250km von Assuan entfernt, stehen die Tempel von Abu Simbel. Sie gehören zu den großartigsten und bekanntesten Baudenkmälern der pharaonischen Zeit. Der Bauherr war Ramses II. (Regierungszeit 1279-1213 v.Chr., 19. Dynastie), dessen lange Regierungszeit und erfolgreiche Politik die Errichtung einer Vielzahl von Tempelanlagen ermöglichte. Allein in Nubien entstanden sieben Tempel, von denen die monumentalen Anlagen Abu Simbels die beeindruckendsten sind, die bis heute nichts an Faszination eingebüßt haben. Der Baubeginn erfolgte wenig nach Regierungsantritt des Herrschers, nach spätestens drei Jahrzehnten waren die Arbeiten dann abgeschlossen und die Tempel wurden geweiht (ca. 1260-1255 v.Chr.). Der Standort der aufwändigen Sakralbauten im südlichsten Ägypten, fernab des Regierungssitzes, mag verwundern. Der Grund dafür ist darin zu suchen, dass die Monumentalbauten als steingewordene Machtdemonstration dienten, die den Einfluss des Pharaos bis nach Nubien hinein repräsentieren und festigen sollten. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die beiden Felsentempel beinahe vollständig von Sandmassen verschüttet; 1813 begutachtete dann der Schweizer Forschungsreisende Johann Ludwig Burkhardt nach Hinweisen von Einheimischen die oberen Teile der Tempelfassade, die aus dem Sand ragten. Vier Jahre später begann unter Giovanni Battista Belzoni die Freilegung der Tempel.

    Die Rettung

    Der Bau des Assuan-Staudamms in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts bedrohte den Fortbestand der Tempel von Abu Simbel sowie weiterer altägyptischer Bauwerk, massiv, sie drohten überflutet und damit zerstört zu werden. Ein beispielloses Umsiedlungsprojekt, durchgeführt von Baufirmen aus Deutschland, Frankreich, Ägypten, Italien und Schweden dauerte von 1963-1968 an. Die beiden ramessidischen Tempel wurden zunächst mit Harz verfestigt, dann in insgesamt 1036 Blöcke zersägt (807 davon vom Großen, 235 vom kleinen Tempel) mit einem Durchschnittsgewicht von 30 Tonnen. Im Landesinneren, 64m vom ursprünglichen Standort entfernt, wurden die Tempel um kuppelförmige Gerüste aus Stahlbeton herum, die natürliche Hügel nachbilden, wieder zusammengesetzt. Der Abschluss der Arbeiten wurde am 22. September 1968 gefeiert. Um die Bauten möglichst authentisch wirken zu lassen, wurden neben der eigentlichen Bausubstanz zusätzlich 1100 Felsblöcke aus dem die Fassaden umgebenden Gestein gesägt und mit den Tempeln umgesiedelt sowie originalgetreu arrangiert; auch die Ausrichtung der Tempel wurde exakt beibehalten. Die aufwändigen, langjährigen Arbeiten kosteten 36 Millionen Dollar, die anteilig von Ägypten, den USA, und der Unesco getragen wurden, auch Spendengelder aus aller Welt wurden verwendet.

    Die Architektur des Tempels

    Der große Tempel von Abu Simbel ist 60m tief in den nubischen Sandstein gemeißelt worden. Er war den Gottheiten Amun-Re von Theben und Re-Harachte von Heliopolis, den Hauptgöttern von Ober- und Unterägypten, geweiht sowie dem memphitischen Ptah und diente zudem der Verehrung Ramses II. Der Name des Tempels lautet: „Per Ra-mesisu-meri-Amun“, was mit „Haus des Ramses, geliebt von Amun“ übersetzt werden kann. Die monumentale Fassade mit den vier kolossalen Sitzstatuen des Herrschers ist eindrucksvoll. Seitlich der Fassade liegen zwei kleinere Kapellen, die südliche ist Thot geweiht, während es sich bei der nördlichen um ein Sonnenheiligtum handelt. Im Inneren folgt auf die große Statuen-Pfeilerhalle eine kleine Pfeilerhalle, die in einen Quersaal übergeht, welcher in das Sanktuar mündet. Zahlreiche längliche Seitenkammern dienten als Magazinräume. Der Tempel ist, wie damals üblich, nach Osten auf die aufgehende Sonne hin, ausgerichtet; er liegt heute am Ufer des Nassersees und gehört seit 1979 zum Unesco-Weltkulturerbe.

    Die Fassade
    Die Terrasse

    Die abgeschrägt in den Fels hineingeschlagene Fassade sollte in ihrer trapezförmigen Gestaltung an Pylone erinnern, meterhohe Eingangstore mit Türmen, die typischer Weise freistehenden ägyptischen Heiligtümern vorgelagert waren. Eine flache Rampe führt auf die Terrasse hin, auf der die Sitzstatuen Ramses II. thronen. Beidseitig der Rampe befinden sich zwei fragmentarisch erhaltene, restaurierte Stelen, die den Herrscher abbilden, der vor Amun-Re, Ptah und Sechmet (südliche Stele), bzw. vor Amun-Re, Re-Harachte und Thot (nördliche Stele) Opfer in Form von Räucherwerk und Blumen darbringt. Der untere Fassadenteil der Terrasse stellt die Verehrung Ramses durch Fremdherrscher dar und wird mit einer Hohlkehle abgeschlossen. Darüber liegt ein Hieroglyphenband mit der Weihinschrift des Tempels. Auf der Terrassenbrüstung sind abwechselnd Abbilder von Falken und Standstatuen Ramses II. platziert, von denen jedoch nicht mehr alle erhalten, bzw. vollständig sind. An der Südwand der Terrasse ist die sogenannte „Hochzeitsstele“ eingemeißelt, sie feiert das diplomatische Geschick Ramses II. der in seinem 34. Regierungsjahr eine Tochter des Hethiterkönigs Hattusilli III. ehelichte. Neben diesem Text zeigt die Stele eine Abbildung Ramses, Hattusillis und der Prinzessin Naptera, die fortan den Namen Maat-neferu-re führte.

    Der obere Fassadenbereich
    Affen und Uräenfries

    Die Tempelfassade ist insgesamt 38m breit und 32m hoch. Von oben aus betrachtet, beginnt sie mit einem plastischen Fries, der 16 (von ehemals 21) hockende, 2,5m hohe Affen frontal abbildet, die Arme in Anbetung erhoben. Diese Tiere galten als „Sonnenanbeter“ (laut der Überlieferung begrüßten Sie die aufgehende Sonne täglich mit großem Geschrei) und standen im Zusammenhang mit dem Kult des Sonnengottes Re. Dieser wird auch durch ein Sonnenheiligtum geehrt, das sich nördlich des Tempels befindet. Unter dem Sonnenaffen-Fries befindet sich eine Hohlkehle, in die ein Band aus Uräusschlangen eingemeißelt ist. Wiederum darunter, eingefasst von der Rundstab-Verzierung, welche die Fassade bis zu dieser Höhe umgibt, ist eine Weihinschrift angebracht.

    Abbild des Re-Harachte

    Mittig über dem Eingangsportal befindet sich in einer rechteckigen Vertiefung ein Abbild des Sonnengottes Re Harachte. Der falkenköpfige Gott trägt die Sonnenscheibe auf dem Haupt, er hält in den Händen das wsr-Symbol und eine Figur der Maat. Das Besondere: Die Zusammensetzung der altägyptischen Begriffe „wsr“, „maat“ und „Re“ (Sonne) ergibt den Thronnamen Ramses II.: „Wsr-maat-Re“ („Groß/stark ist die Maat des Re“). Die prominente Positionierung der Figur des Sonnengottes mit den ausgewählten Attributen hat also eine Bedeutung, die über die Gottheit hinaus auf Ramses II. verweist und diesen mit dem Gott verbindet. Des Weiteren ist die Figur des Sonnengottes auf der nach Osten hin ausgerichteten Fassade des Tempels, die immer wiederkehrend von der aufgehenden Sonne erhellt wurde, auch symbolisch zu verstehen. Beidseitig der Götterdarstellung ist Ramses II. in Flachrelief dargestellt, der je eine Figur der Maat darbringt.

    Die Sitzstatuen Ramses II.
    Allgemeines

    Vier monumentale Sitzstatuen von ca. 22m Höhe dominieren die Tempelfassade. Beidseitig des Zugangs zum Inneren befinden sich je zwei Statuen, die recht gut erhalten sind. Lediglich die Statue direkt links (südlich) des Eingangs ist oberhalb der Beine zerstört, ihre meterhohen Fragmente liegen ihr zu Füßen. Als Ursache für die Zerstörung vermuten Wissenschaftler ein Erdbeben noch zu Lebzeiten Ramses II.; Reparaturarbeiten an der Fassade (u.a. an der Statue rechts des Zugangs) sind bereits unter Sethos II. durchgeführt worden. Standstatuen der Familie des Pharaos befinden sich seitlich und zwischen seinen Beinen, darunter seine Mutter Tuja, seine Frau Nefertari sowie mehrere Prinzessinnen und Prinzen. Die Throne der mittleren Sitzstatuen sind seitlich, also auf den Tempeleingang hin, im unteren Bereich mit knienden, gefesselten Feinden nubischer und syrischer Herkunft versehen. Darüber befindet sich beidseitig eine identische Abbildung von „sema-taui“, der symbolhaften Vereinigung der beiden Länder, dargestellt durch zwei Nilgötter, welche die Wappenpflanzen Ober- und Unterägyptens, Lotus und Papyrus, um eine Tierlunge winden. Zwischen den Gottheiten prangt prominent die Kartusche Ramses II.

    Beschreibung

    Der Pharao wird auf einem schlichten Thron sitzend dargestellt. Die Hände ruhen auf den Knien, der Blick ist gerade in die Weite gerichtet. Der Herrscher trägt einen Schurz, er wird bekrönt von der Doppelkrone Ober- und Unterägyptens, die auf dem Nemeskopftuch ruht. An der Stirn befindet sich eine aufgerichtete Uräusschlange, um den Hals ist ein Schmuckkragen gelegt, das Kinn ziert ein Götterbart. Die Namenskartusche ist auf der rechten Schulter, mittig auf der Brust und zwischen den Beinen eingemeißelt. Um sich die enorme Größe der Abbilder bewusst zu machen, hilft ein Blick auf die Abmessungen der Gesichter: Allein der Mund misst 1m in der Länge, der Abstand der beiden Ohren beträgt 4m. Die Statuen, die als lebendige Abbilder des göttlich legitimierten Herrschers galten, tragen die Namen: „Ramses, Geliebter des Amun“; „Ramses, Geliebter des Atum“ auf der Nordseite, sowie „Ramses, Sonne der Herrscher“ und „Ramses, Herrscher der beiden Länder“ auf der Südseite. Reisende etlicher Jahrhunderte haben ihre Namen an vielen Stellen in das weiche Gestein der Statuen geritzt.

    Das Tempelinnere
    Der große Pfeilerraum

    Eine flache Rampe führt in das Innere des Felsentempels von Abu Simbel. Der vorderste und größte Raum ist der dreischiffige Pfeilersaal. Dieser misst 18m in der Länge und 16,7m in der Breite, er wird von je vier Statuenpfeilern seitlich des Mittelganges dominiert, die Ramses II. in Osirishaltung darstellen. Der Herrscher ist aufrecht stehend, mit überkreuzten Armen, verewigt worden. Er hält die Herrscherinsignien Krummstab und Geißel in den Händen und trägt einen reich verzierten Schurz. Einige Reste der ursprünglichen Bemalung sind noch erhalten. Die Statuen der Südseite (links) tragen die Krone Oberägyptens, die gegenüberstehenden Statuen der Nordseite sind dagegen mit Doppelkronen gekrönt. Die Seiten und Rückseiten der Pfeiler zeigen vorrangig den Pharao, der diversen Göttern Opfer darbringt, auch Nefertari und eine Tochter Ramses sind abgebildet. Die Schmalseiten neben der Eingangstür zeigen im Hauptbildfeld Ramses II. beim Erschlagen seiner Feinde vor Amun-Re bzw. Re-Harachte. Darunter sind die Kinder des Herrschers dargestellt, auf einer Seite Prinzen, auf der anderen Prinzessinnen. Die Decke des Mittelgangs ist mit Darstellungen der gekrönten Geiergöttin Nechbet und Kartuschen geschmückt, die Deckenfelder der Seitengänge zeigten ursprünglich ein Sternendekor, von dem jedoch nicht mehr viel erhalten ist.

    Die Reliefs der Seitenwände
    Die Südwand

    Die Südwand wird am oberen Ende von einem Uräusfries abgeschlossen, darunter befinden sich in zwei horizontalen Registern figürliche Darstellungen, wobei das untere Bildfeld höher ist als das obere. Fünf Bildfelder zeigen im oberen Register Ramses vor den ägyptischen Göttern. Darunter ist Ramses II. bei kriegerischen Auseinandersetzungen mit Syrern und Libyern dargestellt. Ganz links stürmt der Herrscher in seinem Streitwagen, begleitet von drei seiner Söhne, gegen eine Festung an. Das mittlere Bildfeld zeigt den Pharao auf einem niedergeworfenen Feind stehend, einen anderen Feind tötet er mit der Lanze. Rechts ist Ramses II. triumphierend im Streitwagen (begleitet von einem Löwen) dargestellt, gefesselte Gefangene gehen ihm voraus. Die Szene setzt sich auf der Schmalwand fort, Ramses II. präsentiert die mitgeführten Gefangenen den in einem Schrein thronenden Gottheiten Amun und Mut sowie seinem vergöttlichten Selbst.

    Die Nordwand

    Die nördliche Wand der Pfeilerhalle stellt in zwei übereinander angeordneten Registern die Schlacht von Kadesch dar, die Ramses II. in seinem 5. Regierungsjahr gegen die Hethiter bestritt. Oben wird von links nach rechts Ramses II. in seinem Streitwagen dargestellt, der von Feinden umzingelt ist, es folgt eine Abbildung der Festung Kadesch. Die Wand schließt mit Szenen ab, die das Zählen der abgetrennten Gliedmaßen der Feinde sowie die Präsentation Gefangener zum Thema haben. Im unteren Register marschiert das Heer Ägyptens Richtung Feind; das Heereslager wird in der folgenden Szene gezeigt. Es schließt sich die Darstellung eines Kriegsrates von Ramses und seinen Generälen an. Den Abschluss der Wand bildet eine Streitwagenschlacht zwischen Ägyptern und Hethitern. Die Szenen werden durch ein Gedicht des Hofdichters Pentaur erläutert, das auch in Karnak und Luxor an Tempelwänden eingeschrieben wurde. Die rechte Rückwand bildet Ramses II. ab, der hethitische Gefangene vor Re-Harachte und die löwenköpfige Weret-hekau führt. Zwischen den Gottheiten sitzt Ramses selbst in vergöttlichter Form mit Sonnenscheibe über dem Haupt.

    Die Nebenkammern

    Von der Pfeilerhalle gehen insgesamt acht langrechteckige Kammern ab, fünf Richtung Norden, drei zur Südseite. Durch insgesamt vier Zugänge sind die Kammern mit den Seitenschiffen verbunden. Alle Kammern sind mit Reliefs verziert (die jedoch weit weniger aufwändig ausfallen als die der Haupträume des Tempels) und dienten wohl als Magazin- und Schatzkammern.

    Die kleine Pfeilerhalle

    Ehemals konnte die große Pfeilerhalle durch eine Tür von dem darauffolgenden, kleineren Pfeilersaal abgetrennt werden. Die kleinere Pfeilerhalle ist wie das große Pendant dreischiffig, mit herausgehobenem Mittelgang aufgebaut, besitzt allerdings lediglich vier Pfeiler. Während die Reliefs der großen Halle vornehmlich die kriegerischen Taten Ramses II. glorifizieren, dreht sich das Bildprogramm der kleineren Halle (und aller anschließenden Räume)ausschließlich um religiöse Inhalte. Die Dekoration der Pfeiler zeigt allseitig Ramses mit je einer Gottheit. Der Herrscher wird von den Göttern umarmt, sie halten seine Hand und segnen ihn. Die Vertrautheit und Gemeinschaft des Pharaos mit den Göttern wird klar betont, er gehört zum Kreis Selbiger. Die Reliefs der Nord- und Südseite zeigen den Herrscher und Nefertari, vor ihnen einen Festzug mit heiligen Barken. Auch die Bildfelder, welche die Zugänge einrahmen, zeigen Ramses II. vor diversen Göttern.

    Die Querhalle und das Sanktuar

    Drei Durchgänge leiten von der kleinen Pfeilerhalle zur quergelagerten Vorhalle über. Diese ist an allen Wänden mit großformatigen Bildfeldern geschmückt, die den Herrscher vor je einem Gott zeigen, dem er Opfer darbringt. Auf der Ostwand Min und Atum, an den Seitenwänden Horus und Thot sowie an der Westwand, die vor dem Sanktuar liegt, Chnum und Ptah. Zwei seitliche Zugänge führen von der Querhalle jeweils in eine kleine, ungeschmückte Seitenkammer, hinter dem mittleren Durchgang liegt das Sanktuar, der heiligste Bereich des Tempels. An dessen Rückwand thronen (aus dem Gestein geschlagen) vier überlebensgroße Kultbilder auf einem gemeinsamen Podest. Es handelt sich um Ptah, Amun-Re, den vergöttlichten Ramses und Re-Harachte (von links nach rechts). Vor den Bildnissen befindet sich die steinerne Basis für die Kultbarke. Die Reliefs des Sanktuars zeigen Ramses II. der, den Kultbildern zugewendet, Rauch- und Trankopfer darbringt sowie weitere wertvolle Gaben.; zudem werden Götterbarken abgebildet. Die Qualität der Reliefs ist in der großen Pfeilerhalle hervorragend und nimmt dann stetig mit jedem weiteren Raum zum Sanktuar hin ab, so dass dessen Dekoration recht grob erscheint. Die Gründe für dieses Phänomen sind unbekannt.

    Das Sonnenwunder von Abu Simbel

    An zwei Tagen im Jahr, um den 21. Februar und 21. Oktober herum (das genaue Datum kann sich um einen Tag nach vorne oder hinten verschieben) erleuchtet frühmorgens die Sonne den großen Tempel in seiner gesamten Länge und lässt die Kultbilder im Sanktuar für kurze Zeit erstrahlen (ca. 20 Minuten lang). Drei der vier Götterbilder werden vollständig von den Sonnenstrahlen beleuchtet, lediglich der Gott Ptah ganz links wird nur vom Licht gestreift. Dies könnte bewusst so arrangiert worden sein, denn Ptah ist ein Gott der Unterwelt, und wurde daher nicht mit Sonne und Licht assoziiert. Das Sonnenwunder ist von den Baumeistern Ramses II. bei der Errichtung und Ausrichtung des Tempels sicherlich bewusst beabsichtigt worden und findet auch nach dessen Verlegung unverändert statt. Ein Naturschauspiel, das regelmäßig eine große Anzahl Besucher anzieht und von einem folkloristischen Jahrmarkt mit Tanzdarbietungen vor dem Tempel begleitet wird.

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